Brustzentrum Nürnberg
April 2009
24.04.2009-der erste Tag der Chemotherapie
Am 24.04.09 war der Tag meiner ersten Chemo. Ich war total verunsichert und voller Angst was da jetzt passiert. Ich wurde von meinem Mann in die Klinik gebracht. Leider musste er mich dann allein lassen. Es war nicht erlaubt bei der Infusion dabei zu sein. Ich weiß, dass ihm das sehr schwer fiel zu gehen. Ich hätte auch weinen können als er ging und ich dort mit den anderen Patienten und Schwestern allein war. Ich fühlte mich so verlassen. Der Arzt kam und setzte die Nadel für die erste Infusion.
Ich hatte mir ein Buch und eine Flasche Wasser mitgenommen, aber weder gelesen noch etwas getrunken. Ich ließ einfach nur alles über mich ergehen und hoffte es möge nur schnell vorbei gehen. Es dauerte zweieinhalb Stunden. Als ich fertig war ging es mir gut. Mein Mann wartete draußen schon auf mich und brachte mich zur Arbeit. Ich hatte mir vorgenommen so lange wie es möglich war weiterhin zu arbeiten.
Die Tage danach ging es mir erstaunlich gut. Ich hatte es anders erwartet. Zwischendurch war mir immer ein wenig übel, damit konnte ich aber umgehen. Ich habe mich informiert darüber, was ich essen darf und wie die Ernährung optimiert wird bei der Chemotherapie. Ich nahm zusätzlich Nahrungsergänzungen, die meine Defizite ausglichen und trank viel Wasser. Das hat mir unheimlich geholfen. Zwischen meinen Chemotherapien lagen immer drei Wochen in denen ich mich ausruhen konnte. Ich ging weiterhin meiner Arbeit nach. Meine Mitarbeiter wussten über meine Krankheit bescheid, und wenn meine Bürotür zu war, wussten sie dass es mir im Moment gerade mal nicht so gut geht und ließen mich dann auch in Ruhe. Das hat wunderbar funktioniert.